Geschlossene Immobilienfonds: Geschlossene Fonds werden meist als GmbH & Co KG (Kommanditgesellschaft mit beschränkter Haftung) konzipiert. Dabei werden die Kommanditanteile an der Gesellschaft über einen bestimmten Platzierungzeitraum zum Verkauf angeboten.
Wenn die geplante Eigenkapitalquote erreicht ist, wird der Fonds geschlossen. Mit dem eingesammelten Kapital (Eigenkapital) werden die Emissionskosten bezahlt und die Anlagegüter gegebenenfalls unter Einsatz zusätzlichen Fremdkapitals beschafft. Die Fremdkapitalquote hängt u.a. vom Anlagegut ab (üblich zwischen 30 und 70%)
Der Anleger beteiligt sich mit einem festen Betrag an der Kommanditgesellschaft (Kommanditeinlage). Die Mindesthöhe dieses Betrages ist abhängig von den Vorgaben des Fondsinitiators und dem Wirtschaftsgut.
Sie liegt bei privaten Platzierungen in der Regel zwischen 5.000 und 25.000 Euro, zzgl. 5% Agio. Die Anlagedauer ist langfristig und hängt zum Beispiel von der wirtschaftlichen Nutzungsdauer des Wirtschaftgutes ab.
Der Anleger bindet sich über die Laufzeit der Beteiligung. Ein Börsenhandel oder eine tägliche Preisfeststellung mit verbundener Rückgabemöglichkeit an den Initiator wie beispielsweise bei Investmentfonds kann konstruktionsbedingt nicht existieren. Um dieses Manko abzumildern, hat sich für die Verwertung von zurückgegebenen Beteiligungen ein Zweitmarkt etabliert, z.B. an der Börse Hamburg.
Ziel der Beteiligung ist es, Erträge in Form von jährlichen Ausschüttungen zu erwirtschaften. Die Gesamterträge sollen die Investitionssumme übersteigen.
Gängige Investitionsgüter für geschlossene Fonds sind:
- Gewerbliche Immobilien im In- und Ausland
aber auch
- Handelsschiffe jeder Größe und Art, wie z.B. Container- und Spezialschiffe oder Tanker
- Wind-, Sonne-, Biomasse-, Geothermiekraftwerke
- Dollar orientierte, Britische- und Deutsche Kapitallebensversicherungen (Rentenzusatzversicherungen)
- Private-Equity (Unternehmensbeteiligungen)
Es existiert eine große Bandbreite an Erträgen, die in den unterschiedlichen Marktentwicklungen der Segmente begründet sind. Um die Ertragschancen der Beteiligung zu beurteilen, muss man die wichtigsten Erfolgsfaktoren der Anlageklassen kennen und untersuchen.